Heiligenblut – Top of Austria

Ein malerisches Bergdorf mit nur rund 1.000 Einwohner/innen, das am Fuße des mächtigsten Bergs Österreichs liegt, das ist Heiligenblut. Gemeint ist der Großglockner um gleich alle Bildungslücken hier zu schließen 😉

Als wir in Heiligenblut mit Andreas Seat, der normalerweise, wenn er geputzt ist, so weiß wie der Schnee ist, einritten, fiel uns sofort auf, dass die Zeit hier stehen geblieben ist. Denn der ganze Ortskern ist auch noch lange nach den Feiertagen weihnachtlich geschmückt. Da wir beide Weihnachten lieben, war das Wochenende schon geritzt 😉 So startete also unser Wochenendausflug in Heiligenblut, auf 1.921 m mit einer atemberaubenden Bergkulisse und zurecht wird es als das schönste Bergdorf im Alpenraum bezeichnet.

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Auf den Spuren des Kaisers

Eingecheckt waren wir im Hotel Kaiservilla und schon bei unserer Ankunft war klar, dass wir uns Zuhause fühlen werden. Wir spürten dank einem dezenten Duft von Vanille im ganzen Haus sofort den heimeligen Charakter, die Liebe für das Detail und die gelungene Verschmelzung von alt und neu. Begrüßt wurden wir von der guten Seele des Hauses  – Erika – die stets darum bemüht war, uns jede Frage zu beantworten, jeden Wunsch zu erfüllen und eine echte Insiderin von Heiligenblut ist. Daher: auf keinen Fall mit ihr verscherzen! 😉 Unser Zimmer hatte kaiserlichen Charme, war sehr geräumig und von der schicken Eckbadewanne konnte man ein Schaumbad mit Blick auf den Großglockner genießen. „Bath with a view“ sozusagen. Unser Morgen begann mit einem klassischen Frühstücksbuffet im holzvertäfelten Frühstücksraum inkl. traditionellem Kachelofen und einem echten Urgestein als Bedienung. Unsere Abende ließen wir im hauseigenen, zweistöckigen Wellnessbereich auf Hängematten ausklingen. Romantikfaktor 100%, wir zwei im siebten Himmel. Naja gut, Marie-Theres ist einmal aus der Hängematte gefallen, das hat dann den Romantikfaktor doch ein bisschen nach unten getrieben 🙂 🙂 🙂

Das Preis-Leistungs-Verhältnis des Traditionshotels ist außerdem mehr als fair. Ein Einzelzimmer kostet zwischen 50,– und 65,–/Nacht, ein Doppelzimmer für zwei Personen zwischen 106,– und 136,–/Nacht inkl. Frühstück. Die Preise variieren je nach Haupt- oder Nebensaison und ab und an kann auch noch ein Schnäppchen über die Homepage ergattert werden. Die Lage des Hotels ist außerdem mehr als hervorzuheben, konnten wir den Ortskern, sämtliche Restaurants und auch die Liftanlage bequem zu Fuß erreichen. Optimal nach einem anstrengenden Tag auf der Piste.

Skigebiet Großglockner/Heiligenblut 

Bis auf 2.902 m erstreckt sich über dem Bergdorf das abwechslungsreiche Skigebiet Großglockner/Heiligenblut. Insgesamt stehen den Besucher/innen 55 Pistenkilometer und eine 1.500 ha große Freeride Arena zur Verfügung. Von der Bergstation Schareck genießt man einen einzigartigen Blick auf den Großglockner (3.798 m) und 40 weitere Dreitausender. Dieses Schneevergnügen kostet für eine erwachsene Person 44,–/Tag, weiters gibt es noch Vergünstigungen für Kinder, Jugendliche, Studierende und Senior/innen. Im Vergleich der Kärntner Skigebiete preislich durchaus im guten Mittelfeld. Bei einem Tagesausflug stehen mehrere Parkmöglichkeiten zur Verfügung. Für Tagesgäste empfehlen wir die Parkgarage Heiligenblut (200 Stellplätze), die im Winter kostenfrei ist, im Sommer jedoch einen Tageshöchstsatz von 8,– aufweist. Einkehrmöglichkeiten gibt’s im Skigebiet zu genüge, wir waren im Panoramarestaurant am Schareck und können dort Getränke und Essen empfehlen.

Aktivitäten in Heiligenblut

Wir waren natürlich nicht die ganze Zeit am Berg, sondern haben auch einige Angebote direkt in Heiligenblut genutzt. Unser Wochenendausflug begann gleich am ersten Abend sehr mutig, denn wir waren Eisklettern. Für Marie-Theres eine absolute Überwindung, ist sie ja bekanntlich nicht so der Fan von Höhe ganz allgemein 😉 Die Ausrüstung (Steigeisen, Eispickel und Helm) konnten wir vor Ort ausborgen, eine Einschulung und professionelle Betreuung von den Experten Matthias und Martin gab´s außerdem dazu. Das Ambiente des beleuchteten Eisklettergartens und unsere überaus motivierenden Bergführer nahmen uns aber jeden Zweifel und so genossen wir den Adrenalinkick in vollen Zügen. Auch wenn wir wirklich nur die ersten zarten Versuche beim Eisklettern gemacht haben, sind wir definitiv auf den Geschmack gekommen. An der Eleganz müssen wir allerdings noch etwas arbeiten 😉

Ein weiteres absolutes Highlight war für uns noch die Pferdeschlittenfahrt. Wir geben zu, wir dachten anfangs, das wird eine klassische Touri-Schlittenfahrt durch den Ort werden. Da lagen wir aber zum Glück falsch, denn wir düsten mit unseren Pferdeschlitten durch das verschneite Winterwonderland von Apriach. Und als Krönung konnten wir bei Sonnenschein einen von der Familie Wallner hausgemachten Zirbenschnaps bei Blick auf den Großglockner genießen. Drei Stunden Romantik am Pferdeschlitten kosten 25,–/ErwachseneR – aus unserer Sicht, jeden Cent Wert! Und auch die Hintergrundinfos von Familie Wallner zum Ort, zu den Leuten und der Landwirtschaft waren für uns auf jeden Fall eine Bereicherung.

Wie ihr erahnen könnt, hatten wir wirklich ein dichtes Programm und haben viel erlebt. Außer der Nahrungsaufnahme und dem täglichen Schönheitsschlaf blieb uns noch Zeit für einen Spaziergang (leichter Anstieg) zum Gasthaus Hohe Wand, von dem aus wir dem Großglockner noch näher verbunden waren.

Die Zeit verging leider viel zu schnell, sodass wir beispielsweise das örtliche Hallenbad, die Rodelstrecke uvm. nicht besuchen konnten. Fazit unseres Wochenendausfluges ist jedoch, dass Heiligenblut wirklich einiges zu bieten hat und für Urlauber/innen als auch Tagesgäste sehr abwechslungsreich ist.  Besonders cool fanden wir, dass wir nirgends Wartezeiten (Essensbestellung, Lifte etc.) hatten und auf den Pisten wenig los war. Wenn ihr es euch also frei einteilen könnt, dann empfehlen wir euch einen Besuch in Heiligenblut definitiv in der Nebensaison (zwischen Weihnachtsferien und Semesterferien).

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Unser ganz persönliches Fazit ist, dass der Großglockner auf uns eine so große Anziehung ausübt, sodass wir nun fix beschlossen haben, ihn zu besteigen. Im Sommer versteht sich 😉 Dann sind wir quasi wirklich on top of Austria. Und ihr kommt natürlich mit!

Heiligenblut am Großglockner auf Google maps

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In Kooperation mit Großglockner Bergbahnen und in netter Begleitung von   Lisa,  Philipp,  Nelly und Mike.

4 Comments on “Heiligenblut – Top of Austria

  1. Pingback: Skifahren in Heiligenblut am Großglockner - Reiseblog für Fotografen und WeltreisendeReiseblog für Fotografen und Weltreisende

  2. „Mein“ Skiort seit frühster Kindheit, trotz fast 1.000 km Anreise sind wir jeden Winter da und können es einfach nur empfehlen! Und nicht nur zur Nebensaison ist es hier leer, auch zur Hauptsaison ist es nie überfüllt, wenn du 3 Minuten morgens vor Beginn des Liftes wartest, wartet man schon vergleichsweise lange für Heiligenblut 😉
    Für mich einfach das schönste Skigebiet mit tollen Pisten, unbedingt auch due blaue Familienabfahrt fahren, der Blick ins Fleißtal ist wunderschön!
    LG

  3. Pingback: Trip to Winter Wonderland: Heiligenblut near Grossglockner - Nellyslife

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